Hamburg-Finkenwerder (EDHI/XFW) liegt westlich vom Stadtzentrum am linken Ufer der Elbe. Der Stadtteil Finkenwerder besteht zu einem großen Teil aus Hafengelände. weiter westlich beginnt das Alte Land, das größte geschlossene Obstan-
baugebiet Europas.
1937 errichtete die "Blohm & Voss"-Tochter „Hamburger Flugzeugbau GmbH“ ein Werk, in dem Flugboote entworfen und gebaut wurden (ua BV122, BV 222, BV 238).
Von 1945 bis 1955 diente das Werk der briti-
schen Armee als Reparaturwerkstatt für Panzer. Dann gründete die Hamburger Flugzeugbau GmbH mit der Firma Weserflug Flugzeugbau (später VFW) und Siebel ATG die Flugzeugbau Nord GmbH, die vom Verteidigungsministerium mit dem Lizenzbau des französischen Transporters „Noratlas“ beauftragt wurde. HFB war für den Rumpfbau, die Endmontage und den Einflug verantwortlich. In Finkenwerder wurde hierfür eine Startbahn von 1.360 m Länge gebaut (später auf 2321 m erweitert, jetzt 2.684 Meter). in Zusammenarbeit mit "Nordaviation wurde dann die Transall entwickelt und gebaut, Anfang der sechziger Jahre entstand das Geschäftsreiseflugzeug „Hansa Jet“ HFB 320.
Seit 1969 war Finkenwerder eine Betriebsstätte des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Messer-
schmitt-Bölkow-Blohm (MBB). 1989 übernahm die Daimler-Benz AG MBB und gründete die Deutsche Airbus. Das MBB-Werk Finkenwerder wurde Anfang 1990 Sitz der bis dahin in München ansässigen Deutschen Airbus GmbH, später Daimler-Benz Aerospace Airbus GmbH (DASA), heute eine Toch-
ter der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS).
1970 wurde mit der Produktion der Rumpfteile für Airbus-Maschinen begonnen, seit 1992 findet die Endmontage der Airbusse A 318, A 319 und A 321 in Finkenwerder statt. Zuletzt ist noch der A 380 dazugekommen, Roll-out ist am 18. Januar 2005 in Toulouse. (Zur Auseinan-
dersetzung zwischen dem Senat und der Gemeinde Neuenfelde um die Landebahnverlängerung
s. www.neuenfeldebrauchtuns.de)
"Finki" (wie es häufig von Piloten und ontrol-
lern genannt wird) ist ein idealer Spotter-
Platz, weil man vor allem vom rechten Elbhang ein tollen Überblick über das Werksgelände und die Rollbahn hat. |